Bewegung und Sportmedizin
- Einleitung
- Aufgaben der Sportmedizin
- Auswirkungen von sportlicher Aktivität
- (Un-) geeignete Sportarten
- Der richtige Einstieg
Einleitung
Bewegung ist eines der zentralen Themen in der Prävention. Erste Anfänge der Sportmedizin finden sich bereits in indischen und chinesischen Schriften. Erst im alten Griechenland wird der gesundheitsfördernde Wert des Sports und der Bewegung entdeckt, und so finden sich besonders zu den olympischen Spielen reichhaltige Dokumente über Sport, Sportmedizin und Trainingsmethodik.
Aufgaben der Sportmedizin
Die Aufgaben der Sportmedizin sind äußerst vielfältig und keineswegs nur auf Hochleistungssportler konzentriert:
- Sportärztliche Beratung und Untersuchung
- Erfassung der allgemeinen körperlichen und sportarztspezifischen Leistungsfähigkeit
- Betreuung von Hochleistungssportlern
- Sportärztliche Beratung bei Erkrankungen und Verletzungen
- Forschung und Lehre der Sportmedizin
Bei einem gezielten und richtig durchgeführten Training sind die Anpassungen des Körpers äußerst vielfältig. Fast jeder Bereich des Körpers wird durch Training verändert und weiterentwickelt.
Anpassung der verschiedenen Systeme an das körperliche Training:
- Nervensystem
- Herz-Kreislauf-System
- Atmungssystem
- Energiestoffwechsel
- Endokrines System
- Immunsystem
- Wasser- und Elektrolytstoffwechsel
- Temperaturregulation
- Motorik
Auswirkungen von sportlicher Aktivität
Viele Menschen denken wenn es um Bewegung geht natürlich zuerst an das Thema Gewichtsreduktion. Doch der Sport hilft uns nicht nur beim Abnehmen, sondern wirkt sich auf alle uns bekannten Wohlstandskrankheiten positiv aus:
- Senkung des Herzinfarkt-Risikos (bis 50%)
- Beste Ergebnisse bezüglich Gewichtsreduktion
- Abnahme des systolischen Blutdrucks (bis 20%)
- Erhöhung der Insulinempfindlichkeit der Muskulatur
- Milderung von Fettstoffwechselstörungen
- Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes
- Kapillarisierung der Muskulatur
- Erhöhung der Knochenfestigkeit
(Un-) geeignete Sportarten
Der Laie fragt jetzt natürlich danach, welche der bekannten Sportarten besonders geeignet sind, um die weiter oben erwähnten positiven Effekte durch Bewegung auch sicher zu erreichen.
Zuerst lässt sich hierzu etwas ganz einfaches sagen. Der erwählte Sport sollte primär Spass machen. Denn es geht um eine Aufgabe, die über Jahre hinweg ausgeübt werden sollte, und hierzu ist Freude einer der entscheidenden Faktoren.
Nachfolgend finden Sie eine Aufstellung von weniger geeigneten bis zu besonders geeigneten Sportarten.
weniger geeignet
- Sprinten
- Krafttraining
- Skiabfahrtslauf
- Turnen
- Golf
geeignet
- Fußball
- Handball
- Tennis
- Badminton
- Konditions-/ Skigymnastik
besonders geeignet
Der richtige Einstieg
Aller Anfang ist schwer. Beim Sport ist der Einstieg jedoch einfach, wenn man sich an gewisse Spielregeln hält.
Wir habe den Einstig ins Training für das Laufen nachfolgend kurz skizziert.
Präventiver Bewegungsaufbau am Beispiel Ausdauerlauf:
- sportmedizinische Eingangsuntersuchung:
gerade für den Einsteiger oder nach langer Sportpause unerlässlich, um eventuelle Gefahren, die durch Sport entstehen können, frühzeitig zu erkennen. - Walkingphase:
Sie macht den Einstieg in das Training leicht und bereitet den Stützapparat auf die nachfolgenden Belastungen vor. - Laufphase:
Wer möchte, kann nach einer 6 bis 8 wöchigen Walkingphase in das Lauftraining einsteigen. Man sollte mit kurzen Strecken von 10 bis 15 Minuten beginnen und den Trainingsumfang innerhalb eines halben Jahres auf 2 bis 3 mal 30 bis 40 Minuten wöchentlich steigern.
Zu guter letzt noch ein paar Tipps wie Sie ohne Probleme in das Lauftraining einsteigen können und über lange Zeit Freude am Sport haben.
Anlaufschwierigkeiten vermeiden
- Gesundheitsscheck
- Flache Strecke und guter Untergrund
- Ungestört sein
- Ca. 2 h vorher keine schwere Kost
- Langsamer Laufen
- Kurze Schritte
- Suchen Sie sich Gleichgesinnte
- Termine vorher festlegen
